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Fragen und Antworten zum Logistikzentrum Wölfersheim

In unseren FAQs geben wir Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Haben Sie noch Fragen, die hier nicht aufgeführt sind? Bitte senden Sie uns diese über unser › Kontaktforumlar.
Wir werden zügig Antworten liefern und Ihre Anmerkungen in unseren Fragenkatalog aufnehmen.


Warum gerade Wölfersheim?

Wölfersheim ist aufgrund seiner geografischen Lage in vielerlei Hinsicht der ideale Standort für uns: Zum einen wird sich der Arbeitsweg der Mitarbeiter im Großen und Ganzen kaum verändern, da es sowohl von Hungen als auch von Rosbach nur wenige Kilometer entfernt liegt.

Zum anderen bildet der günstige Autobahnanschluss an die A45 den perfekten An- und Auslieferweg für unsere Zulieferer und eigenen Werksverkehr. Damit wird Verkehr aus den Ortslagen erheblich minimiert. Das Lager liegt im Herzen unseres Liefergebietes (ideale, entfernungsoptimierte Markt-Lager-Zuordnung). Wir sind nicht zuletzt durch das über Jahrzehnte erworbene Know-How unserer Mitarbeiter sowie heimatnaher Arbeitsplätze daran interessiert, dass der Standort in der Region bleibt.

Wann beginnen die Bauarbeiten?

Derzeit werden denkmalpflegerische Grabungsarbeiten durchgeführt. Nach Eintritt der Rechtskraft des B-Plans und des Flächennutzungsplans, voraussichtlich im Sommer 2019, können die ersten Arbeiten zur äußeren Grundstückserschließung beginnen. Dies ist der Ausbau der öffentlichen Schmutz- und Regenwasserleitungen sowie die notwendige Ertüchtigung der Verkehrserschließung. Mit den Arbeiten auf dem Grundstück soll im März 2020 begonnen werden.

Wie groß wird das neue Lager?

Die Grundstücksfläche beläuft sich auf etwa 300.000m². Das Lagergebäude hat im Endausbaustand eine Grundfläche von 110.900 m². Starten werden wir mit einer Lagerfläche von ca. 87.500 m². Die Höhe des Gebäudes ist gestaffelt. Wareneingangs- und Ausgangsbereiche haben eine Höhe von ca. 18,50 m. Der Lagerbaukörper hat Höhen zwischen 22,5 m und 36,0 m.

Was investiert REWE am neuen Standort?

Wir investieren in eine moderne, zukunftsorientierte Logistik. Eine Organisation, die perfekt auf die Anforderungen unserer Märkte ausgerichtet ist und unseren Mitarbeitern weiter heimatnahe Arbeitsplätze in einer attraktiven Arbeitsstätte bietet. Im Zuge dessen wird hier ein mittlerer dreistelliger Millionenbetrag eingebracht.

Wie verändert sich die Verkehrssituation?

Auf der Grundlage von Verkehrszählungen des Bestandes und der gesicherten, aus vergleichbaren Standorten erarbeiteten Prognose des Neustandortes wurden die erforderlichen Ertüchtigungen der Verkehrserschließung in einem Verkehrsgutachten nachgewiesen. Dabei ist eingeflossen, dass ein Großteil der Verkehre des Neustandortes bereits heute aus den Standorten Hungen und Rosbach auf diesen Strecken unterwegs sind.

Die Überlagerung des REWE Verkehrs mit dem öffentlichen Verkehr zeigt, dass der REWE Verkehr in der morgendlichen und abendlichen Spitzenstunde nur in unbedeutendem Umfang auffällt.

Aufgrund der guten Autobahnanbindung wird gerade der Langstreckenverkehr (Zu- und Auslieferer) weniger Kontakt zu innerörtlichen Verkehrswegen und/oder Landstraßen haben. So werden beispielsweise Utphe und Inheiden stark entlastet, Querverkehre entfallen.

Werden Arbeitsplätze abgebaut?

Nein. Es werden in Wölfersheim alle Mitarbeiter der heutigen Bestandsstandorte einen Arbeitsplatz angeboten bekommen, teils in neuen Betätigungsfeldern, teils in ihren gewohnten Gewerken. Wir haben uns verpflichtet, alle Mitarbeiter auch an einem neuen Standort zu beschäftigen. Die Beschäftigung von mindestens 550 REWE Mitarbeitern ist für uns gesetzt.

Entstehen neue Arbeitsplätze?

Ja. Aufgrund neuer Technologien und Verfahren werden ganz neue Berufsgruppen im Vergleich zu den Alt-Standorten zusätzlich dazukommen. So haben wir die Voraussetzungen geschaffen, Hilfskräften bis hin zum Hochschulabsolventen eine große Bandbreite an Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten.

Was passiert mit den Lägern in Hungen und Rosbach?

In Rosbach wird die Möglichkeit geprüft, das Gebäude unserem Schwesterunternehmen Penny zur Verfügung zu stellen, die Verwaltung und ähnliche Abteilungen bleiben gänzlich am Standort.

In Hungen ist dem Eigentümer eine Nachnutzung zugesagt. Dies wird wahrscheinlich im Rahmen einer „einfachen“ logistischen Nutzung erfolgen. Auch hier bleibt die heutige Verwaltung bestehen.

Wie hoch ist der Wasserverbrauch?

Der Verbrauch von Trinkwasser wird durch die Nutzung von Regenwasser als Brauchwasser ganz erheblich reduziert. Geplant ist in einem unterirdischen Behälter ca. 4.000 m³ Regenwasser zu speichern. Dadurch besteht die Möglichkeit den Trinkwasserverbrauch auf ca. 10.520 m³ pro Jahr zu reduzieren. Was dem Verbrauch von ca. 250 Einwohnern entspricht.

Droht im Falle von Starkregen eine Überschwemmung des Waschbachs, in den das Niederschlagswasser abgeleitet wird?

Nein. Durch die zuständige Wasserbehörde ist festgelegt, dass vom Grundstück nicht mehr Niederschlagswasser abgeführt werden darf wie es im Bestand abfließt. Damit wird dem Waschbauch nicht mehr Niederschlagswasser als im heutigen Bestand zugeführt. Es ist daher geplant auf dem Grundstück ein Rückhaltevolumen von mindesten 5.000 m³ in unterirdischen Behältern zu schaffen.

Werden Tiere und Insekten durch die Lichtverschmutzung bedroht?

Das Gebäude wird nicht rund um die Uhr beleuchtet. Lediglich die notwendige Beleuchtung kommt zum Einsatz, in dem für Arbeitssicherheit notwendigen Umfang. Die Lichtpunkthöhen werden auf 10 m begrenzt. Die Beleuchtung wird dabei so ausgerichtet, dass sie weitgehend nur auf das Planungsgrundstück einwirkt. Eine ausgeprägte Effektbeleuchtung, wie sie überall entlang der A 45 zu sehen ist, wird nicht installiert. Nachts wird eine eher rudimentäre Beleuchtung eingerichtet, die der einer bewohnten Straße bei Nacht ähnelt, dies ist auch im Sinne unseres Nachhaltigkeits- und Umweltschutzgedankens. Wir verwenden grundsätzlich LED-Leuchtmittel in einem Lichtspektrum von kleiner/gleich 4.000 Kelvin. Außenlampen werden zum Insektenschutz eingehaust. Anstrahlungen des Gebäudes sind nicht vorgesehen.

Wird das Logistikzentrum das lokale Klima beeinflussen?

Nein, da wir uns verpflichten, versiegelte Oberflächen großzügig mit ausgedehnten Grünflächen und Baumbewuchs auszugleichen, um so im Sinne von Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit zu bauen. Die Möglichkeit, unser Grundstück nur bis zur Nutzungsgrenze einzuzäunen, um so Tieren den größtmöglichen Freiraum zu bieten, wird ebenfalls beraten.

Außerdem werden in hohem Maße erneuerbare Energien zur Versorgung des Baus eingesetzt (wie z.B. Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen, Photovoltaik und Solarthermie), um Schadstoffausstöße und Klimabelastung zu minimieren. Wir sind grundsätzlich dazu bereit bei konkreten Anfragen bezüglich der Klimaauswirkungen gemeinsam explizite Sachverhalte weiter zu klären.